Öffentlich-Rechtliche: 8 Milliarden für Tatort-Wiederholungen und Propaganda? Fakten, Hintergründe und Einblicke

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Jeden Monat zahlen Sie 18,94 Euro an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Aber wohin wandert dieses Geld eigentlich?

ARD, ZDF und andere Sender kassieren jedes Jahr über 8 Milliarden Euro durch den Rundfunkbeitrag. Ein großer Teil davon landet offenbar bei Wiederholungen und manchmal auch bei umstrittenen Inhalten. Eine einzige Tatort-Folge verschlingt schon mal zwischen 1,7 und 1,9 Millionen Euro. Viele dieser teuren Filme laufen dann immer wieder.

Ein moderner Fernsehstudio-Regieraum mit mehreren Bildschirmen, die Krimiserien zeigen, und Personen, die konzentriert an der Produktion arbeiten.

Die Debatte um die Rundfunkgebühren wird immer hitziger. Viele fragen sich, ob diese Summen wirklich noch gerechtfertigt sind, wenn scheinbar endlos alte Krimis und politisch gefärbte Sendungen laufen.

Die Sender betonen ihre „Programmvielfalt“. Aber mal ehrlich: Für viele Zuschauer fühlt sich das eher wie eine teure Endlosschleife an.

Hier bekommen Sie einen Einblick, wie Ihre Beiträge tatsächlich genutzt werden. Sie sehen, was Tatort-Produktionen wirklich kosten, welche Teams davon profitieren und warum gerade die Debatte um Propaganda in den öffentlich-rechtlichen Medien so emotional geführt wird.

Tatort-Wiederholungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Ein Wohnzimmer mit einem großen Fernseher, auf dem eine spannende Krimiserie läuft, eine gemütliche Couch und ein Couchtisch sind zu sehen.

Tatort-Wiederholungen laufen gefühlt jeden Tag. Besonders abends auf den dritten Programmen und auf ONE.

Die meisten Folgen dürfen ab 20 Uhr gezeigt werden, weil sie ab 12 Jahren freigegeben sind.

Sendeplätze und Häufigkeit der Tatort-Wiederholungen

Sie schalten abends den Fernseher ein, und was läuft? Wieder ein Tatort. Die dritten Programme der ARD zeigen regelmäßig ältere Folgen.

Die wichtigsten Sendeplätze:

  • ARD-Kanal ONE
  • Dritte Programme (WDR, BR, NDR, SWR usw.)
  • Sonntagabend im Ersten (wenn der Plan mal geändert wird)

Wiederholungen starten nie vor 20 Uhr. Das Jugendschutzgesetz schreibt das wegen der Altersfreigabe so vor.

Immer mehr Fans ärgern sich über die vielen Wiederholungen am Sonntagabend im Ersten. Früher gab’s da meistens neue Folgen – heute sieht man oft nur alte.

Beteiligte Sendeanstalten und Kooperationen

Die ARD-Landesrundfunkanstalten produzieren und senden den Tatort gemeinsam. Jede Anstalt bringt eigene Ermittler und Geschichten ins Rennen.

Die wichtigsten Sender:

  • WDR: Köln-Tatort mit Ballauf und Schenk
  • NDR: Hamburg und andere norddeutsche Ermittler
  • BR: München-Tatort
  • SWR: Stuttgart und Ludwigshafen

Sie arbeiten über das ARD-Netzwerk zusammen. Jede Anstalt darf die produzierten Folgen wiederholen. So entsteht ein gemeinsames Tatort-Projekt für alle ARD-Partner.

ONE spielt bei den Wiederholungen eine Sonderrolle. Der Sender zeigt täglich Krimis und hat den Tatort fest im Programm.

Besondere Regelungen während Sommer- und Feiertagspausen

Im Sommer und an Feiertagen ändern die Sender ihre Pläne. Sie setzen dann noch stärker auf Wiederholungen.

Im Sommerprogramm gibt’s:

  • Mehr Wiederholungen in den dritten Programmen
  • Klassiker-Zyklen mit alten Folgen
  • Längere Krimi-Abende am Wochenende

An Feiertagen laufen selten neue Produktionen. Dann springen Tatort-Wiederholungen als Lückenfüller ein, zum Beispiel an Ostermontag, Pfingstmontag oder zwischen den Jahren.

Die ARD Mediathek ergänzt das TV-Programm. Dort finden Sie jede verfügbare Tatort-Folge auf Abruf. Von den neuesten Teams bis zu echten Klassikern – Sie haben Zugriff auf hunderte Folgen.

Kostenstruktur: 8 Milliarden Euro für Wiederholungen und Inhalte

Geschäftsleute diskutieren in einem modernen Büro über Finanzberichte und Bildschirme mit Medieninhalten.

Die öffentlich-rechtlichen Sender bekommen jedes Jahr rund 8,74 Milliarden Euro Rundfunkbeiträge. Sie verteilen das Geld auf verschiedene Programme und Produktionen.

Ein großer Teil fließt in Wiederholungen und Lizenzgebühren.

Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Sender

Ihre monatlichen 18,36 Euro Rundfunkbeitrag teilen die Sender nach einem festen Schlüssel auf.

Die ARD kassiert am meisten: 12,78 Euro. Das ZDF bekommt 4,69 Euro.

Deutschlandradio erhält 0,54 Euro und die Landesmedienanstalten 0,35 Euro. 2024 kamen so insgesamt 8,74 Milliarden Euro zusammen.

84 Prozent der ARD-Einnahmen stammen direkt von den Beiträgen. Werbung und Sponsoring bringen nur fünf Prozent. Die restlichen neun Prozent kommen aus Programmverwertungen und anderen Quellen.

Die KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs) prüft die Beitragshöhe. Änderungen müssen alle 16 Landesparlamente abnicken.

Ausgabenverteilung: Produktion, Wiederholungen und Lizenzrechte

Die Kostenstruktur zeigt, wo Ihr Geld landet. Personalkosten machen den größten Batzen aus, gefolgt von Produktionskosten für neue Inhalte.

Wiederholungen kosten deutlich weniger als neue Produktionen. Eine frische Tatort-Folge verschlingt Millionen, während bei Wiederholungen fast nur Lizenzgebühren und Sendekosten anfallen.

Die Sender setzen Wiederholungen gezielt ein, um Geld zu sparen. Beliebte Formate wie Tatort oder Rosamunde Pilcher laufen mehrfach, damit das Programm günstiger bleibt.

KostenartAnteil
Personal40-45%
Produktion25-30%
Technik/Infrastruktur15-20%
Lizenzgebühren5-10%

Lizenzrechte für internationale Produktionen und Sport sind richtig teuer. Diese Posten konkurrieren direkt mit Investitionen in eigene Sendungen.

Beteiligte Figuren und Teams bei aktuellen und wiederholten Tatort-Folgen

Das Saarbrücker Tatort-Team mit Adam Schürk, Leo Hölzer, Esther Baumann und Pia Heinrich prägt sowohl neue Folgen als auch viele Wiederholungen. Die Ermittler bringen jeweils ihren eigenen Stil mit.

Schürk: Ermittler und Charakteristika

Adam Schürk (gespielt von Daniel Sträßer) steht im Mittelpunkt des Saarbrücker Teams. Sie erleben ihn als methodischen Ermittler, der strukturiert an die Fälle herangeht.

Seine Stärken liegen in:

  • Systematischer Beweisführung
  • Ruhigem Umgang mit komplexen Fällen
  • Teamarbeit

In den Wiederholungen erkennen Sie, wie sich sein Charakter langsam entwickelt. Schürk hält das Team oft zusammen und bleibt bei der klassischen Polizeiarbeit.

Er bringt eine bodenständige Perspektive in die Saarbrücker Tatort-Folgen. Sie sehen ihn regelmäßig in neuen und alten Episoden.

Hölzer, Baumann und Heinrich: Bedeutung im Tatort-Kosmos

Leo Hölzer (Vladimir Burlakov) ergänzt das Team mit einem anderen Ansatz. Er wirkt oft impulsiver und bringt mehr Emotion in die Ermittlungen.

Esther Baumann (Brigitte Urhausen) und Pia Heinrich (Ines Marie Westernströer) machen das Team komplett. Baumann gilt als erfahrene Stimme der Vernunft, während Heinrich moderne Methoden einbringt.

Das Zusammenspiel dieser Figuren macht die Saarbrücker Folgen besonders. Sie erleben diese Dynamik in neuen Folgen und bei den Wiederholungen. Die unterschiedlichen Persönlichkeiten sorgen für Abwechslung.

Gerade die Häufigkeit der Wiederholungen ihrer Fälle im Programm zeigt, wie wichtig dieses Team für die Reihe geworden ist.

Debatte um Propaganda und Programmpolitik bei öffentlich-rechtlichen Sendern

Kritiker werfen ARD und ZDF vor, dass ihre Programme zu einseitig und regierungsnah wirken. Besonders der Tatort steht wegen politischer Botschaften immer wieder in der Kritik.

Die Sender weisen das natürlich zurück.

Kritik an Inhalt und Ausrichtung der Tatort-Produktionen

Die Tatort-Serie steht immer öfter wegen ihrer politischen Ausrichtung am Pranger. Kritiker sagen, viele Folgen würden gesellschaftliche und politische Themen zu einseitig behandeln.

Die häufigsten Vorwürfe:

  • Zu starke Betonung bestimmter politischer Positionen
  • Klischeehafte Darstellung rechter Charaktere
  • Konservative Sichtweisen kommen zu kurz

Die AfD fordert sogar das Aus für die öffentlich-rechtlichen Medien. Politiker wie Heiko Hessenkemper nennen sie einen „rot-grünen Propaganda-Apparat“.

Während der Corona-Krise gab’s noch mehr Vorwürfe wegen angeblich regierungsnaher Berichterstattung. Studien zeigen aber ein gemischtes Bild.

Forscher entkräften pauschale Propaganda-Vorwürfe, sehen aber durchaus Probleme bei der politischen Einflussnahme.

Reaktionen der Sender und Experten auf Vorwürfe

ARD und ZDF weisen die Propaganda-Vorwürfe klar zurück. Helge Fuhst von ARD aktuell sagt dazu: „Wir bemühen uns, dass alle Parteien immer wieder zu Wort kommen. Wir wählen aus journalistischen Überlegungen aus.“

Expertenmeinungen zur Ausgewogenheit:

  • Klaus Kamps sieht die Machtpositionen als besonders relevanten Nachrichtenfaktor.
  • Matthias Rath meint, Regierungsparteien erzeugen einfach mehr Nachrichtenwert.
  • Marcus Maurer beschreibt Ausgewogenheit als eine realitätsnahe Themenverteilung.

Wenn man sich die Twitter-Aktivitäten von Heute Journal und Tagesthemen anschaut, fällt auf: CDU und SPD tauchen öfter auf. Meistens erscheinen sie aber ohne Wertung.

Das spiegelt ihren höheren Nachrichtenwert als Regierungsparteien wider.

Die Otto-Brenner-Stiftung kritisiert allerdings den starken politischen Einfluss in Rundfunk- und Verwaltungsräten.

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Jonas Gasser
Jonas Gasser

Jonas arbeitet seit mehreren Jahren in der IT und spezialisiert sich auf Softwareentwicklung und Automatisierung.